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So finden Sie die optimale Wasseraufwandmenge für jeden Pflanzenschutzmitteleinsatz

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Pflanzenschutz

Eine Wissenschaft für sich: die Ermittlung der je nach Einsatzzeitpunkt, Applikationsweise und eingesetztem Wirkstoff zu optimierende Wasseraufwandmenge. Eine falsche Entscheidung kann weitreichende Auswirkungen auf Ihren Ertrag haben. Nutzen Sie den folgenden Leitfaden, um die Wasseraufwandmenge zu optimieren, denn als Trägersubstanz hat sie maßgeblichen Einfluss auf Ihre Pflanzenschutzmaßnahmen.

Die optimale Wasseraufwandmenge pro Hektar ist im Wesentlichen abhängig von

  • der Düsengröße,
  • dem Druck und
  • der Vorfahrtsgeschwindigkeit

determiniert. Denn mit dieser legen Sie u. a. fest, ob die Spritzbrühe stabil bleibt oder ausflockt.

Doch daraus den Rückschluss zu ziehen, „viel hilft viel“, wäre zu kurz gedacht. Denn auch wenn eine ausreichende Wassermenge hilft, von Beginn an Probleme zu vermeiden, weil sie die Konzentrationen niedrig hält, ist Vorsicht geboten. Schließlich verringern Sie dadurch die Konzentration in der Spritzbrühe und es besteht die Gefahr, dass Tropfen insbesondere bei kleinen Zielflächen abrollen – und damit ihre Wirksamkeit verlieren.

Ermittlung der Wasseraufwandmenge

Grundsätzlich gehen Sie bei Ihren Überlegungen von einem Standardeinsatz von rund 200 l/ha aus. Doch dann geht es an die Feinabstimmung. So bedingen z. B.

  • optimale Witterungsbedingungen,
  • Tauspritzungen oder
  • Luftunterstützung

einen geringeren Aufwand. Auf der anderen Seite erfordern anhaltende Hochdrucklagen mit geringer Luftfeuchtigkeit einen höheren Wasseraufwand.

Ihre Optimierungsmöglichkeiten beim Einsatz von ALS-Hemmern

Setzen Sie ALS-Hemmer ein, besteht bei einer zu hohen Wasseraufwandmenge die Gefahr, dass die Konzentration zu gering wird. Insbesondere bei niedriger Luftfeuchtigkeit verringert das die Wirkung der eingesetzten Wirkstoffe deutlich.

Fügen Sie Salze mit geringem Schmelzpunkt (wie AHL) hinzu, kann die Pflanze den Wirkstoff länger aufnehmen.

Ihre Optimierungsmöglichkeiten beim Einsatz von Totalherbiziden

Um gerade hier einen möglichst effizienten Einsatz zu gewährleisten, gilt der Wasseraufwandmenge ein besonderes Augenmerk. Die Wirksamkeit eines Totalherbizids wie Glyphosat hängt stark von der Konzentration des Wirkstoffs ab.

Verzichten Sie deshalb auf den Einsatz einer über 100 bis 150 l/ha betragenden Wasseraufwandmenge.

Achtung! Neben der verringerten Wirkung führen die überschüssigen Calcium- und Magnesiumionen zur Komplexbildung und damit zu Ausfällungen. Setzen Sie sogenannte Konditionierer und Komplexbildner ein, kann die Komplexbildung verstärkt werden und zu Düsen- und Filterablagerungen führen.

Ihre Optimierungsmöglichkeiten im Kampf gegen Ährenfusarien

Sie verbessern die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel hier allein über die Wirkstoffkonzentration. Und die erzielen Sie, indem Sie die Wasseraufwandmenge reduzieren (bis auf 100 l/ha), eine kleine Düse einsetzen und die Fahrgeschwindigkeit ausreizen.

Ihre Optimierungsmöglichkeiten beim Einsatz von Fungiziden

Hier müssen Sie zunächst unterscheiden, ob Sie mithilfe der Fungizide eine Heil- oder eine Schutzstrategie verfolgen. Denn um die optimale Heilwirkung der Fungizide zu ermöglichen, ist es wichtig, dass Sie diese in optimaler Konzentration ausbringen. Entsprechend wichtig ist, dass Sie die Aufwandmenge exakt mit der Wirkstoffmenge verknüpfen.

Die Schutzwirkung hängt dagegen von der absolut ausgebrachten Wirkstoffmenge ab.

Achtung! Erhöhte Wirkstoffkonzentration kann hier zu Verätzungen und somit – insbesondere bei relativ später Applikation – zu empfindlichen Verlusten führen.

Ihre Optimierungsmöglichkeiten bei der Bekämpfung von Halmbasiskrankheiten

Im Kampf gegen Halmbasiskrankheiten, wie z. B. Schwarzbeinigkeit, benötigen Sie hohe Wasseraufwandmengen und das heißt auch große Düsen und eine geringe Durchfahrtgeschwindigkeit. So können die Wirkstoffe tiefer in den Bestand eindringen und eine entsprechend bessere Wirkung erzielen.

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